Ich freue mich auf das selbstfahrende Fahrzeug

Ich gehöre zu der Sorte von Führerscheinbesitzern, die seit Jahren nicht mehr gerne Auto fahren. Autofahren langweilt mich. Es ist mir auch zu stressig. Ich nutze jetzt meine Zeit viel lieber in der Bahn oder im Flugzeug. Deshalb setze ich große Hoffnung in das selbstfahrende Fahrzeug.

Nachdem große Internetkonzerne wie Google in die klassische Domäne der Automobilfabrikanten vor vier Jahren eindrangen sind, haben nun die PKW Hersteller zurückgeschlagen. Auf der Technologie-Wallfahrtsmesse CES in Las Vegas waren sie prominent mit autonom fahrenden Fahrzeugen vertreten. Dabei mischten nach Pressberichten besonders die deutschen Hersteller wie Audi und Daimler-Benz mit. Kein deutscher Hersteller aus der Autobranche kann es sich leisten, diese neue Entwicklung zu ignorieren, zumal sich international bereits Bemerkenswertes ereignet hat.

In Großbritannien beispielsweise gehen ab 2015 drei Städte an den Start, die von der britischen Regierung ausgewählt wurden. Sie realisieren jeweils Piloten für autonom fahrende Fahrzeuge und testen so in den nächsten 18-36 Monaten in der Stadt die neue technologische Entwicklung. Dieser Pilot gehört zum umfassenden Vorhaben der Regierung, die digitale Revolution zu gestalten. 10 Mio. Pfund lässt sich die Regierung dies kosten. Damit verfolgt die britische Regierung das Ziel, Weltmarktführer bei der fahrerlosen Autotechnik zu werden.

In den USA ist man bereits weiter. Im Silicon Valley haben die autonomen Fahrzeuge von Google bereits mehr als 2 Mio Kilometer erfolgreich hinter sich gelassen. In diesem Jahr wollen einige US-Bundesstaaten bereits die gesetzlichen Voraussetzungen für selbstfahrende Fahrzeuge schaffen.

In Deutschland beginnt in guter alter Tradition jetzt erst einmal eine Debatte, welche Vor- und Nachteile autonom fahrende Fahrzeige haben. Besonders die rechtlichen Hürden und die ethischen Bedenken werden hierbei betont anstatt die unbestreitbaren Vorteile wie Erhöhung der Mobilitätsreichweite auch für behinderte und ältere Personen, Entlastung des städtischen Parkraumes, Erhöhung der Verkehrssicherheit oder Steigerung der Produktivität der Beschäftigten in der Rushhour hervorzuheben.

Vernetzt selbstfahrende Fahrzeuge, die mit Elektroenergie angetrieben werden, werden in einigen Jahren die Zukunft des Straßenverkehrs bestimmen. In Kombination mit anderen Mobilitätsarten sind sie ein wichtiger Baustein für die Mobilität von morgen. Diesen Trend darf Deutschland nicht verschlafen, zumal die Automobilbranche bisher ein Rückgrat unserer Volkswirtschaft ist.

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