Arnsberg – Erfolgsgeschichte einer digitalen Mittelstadt

Vor 11 Jahren waren Franz-Reinhard Habbel und ich in der Stadt Arnsberg. Wir kamen nach mehrstündiger Fahrt in eine große Stadthalle, in der mehrere hundert Menschen versammelt waren. Das war der Auftakt für die Bewerbung der Stadt Arnsberg um den Titel der T-City , den 2006 die Deutsche Telekom ausgelobt hatte. Bürgermeister Hans-Josef Vogel hatte uns eingeladen, damit wir als Externe skizzieren, welche Möglichkeiten Digitalisierung für die Stadt Arnsberg eröffnen kann. Arnsberg gewann damals leider nicht – den Zuschlag bekam die Stadt Friedrichshafen am Bodensee.
Aber Arnsberg hatte damals Blut geleckt und Bürgermeister Vogel erklärte Digitalisierung zu einer wichtigen  Priorität der Stadt. Heute ist Bürgermeister Vogel der neue Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg. Zusammen mit Karlheinz Weißer und Wolf D. Hartmann von den Stadtwerken Arnsberg hat er die Erfolgsstory der Digitalisierung in Arnsberg in einem kleinen Buch zusammengefasst. Es trägt den Titel „Smart City. Digitalisierung in Stadt und Land“.
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Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, das es sich um einen guten Überblick über die eingeschlagene Strategie und darauf aufbauende Projekte zur Digitalisierung der Stadt handelt. Fundament ist das Grünbuch „#ARNSBERGdigital als smarte Stadt gemeinsam gestalten“, das die Grundlage für die Jahre 2015 bis 2020 darstellt und gemeinsam mit der Stadtgesellschaft erarbeitet wurde.
In diesem Buch geht es bewusst nicht um neue und neueste Erkenntnisse. Der Wandel ist rasant. Vielmehr liegt sein Wert darin, von engagierten Kommunalpolitikern geschrieben worden zu sein, so dass noch zögernde Räte erkennen können, welche Chancen die Digitalisierung für effiziente, lebenswerte und umweltfreundliche Städte und Regionen bieten kann. Dabei wird wiederholt betont, dass es sich nicht um eine Elitenveranstaltung handelt sondern dass die Stadtgesellschaft als Ganzes in diesen Prozess einbezogen werden muß.
Die westfälische Mittelstadt Arnsberg hat sich damit eine Vorreiterrolle in Deutschland erobert. Die Schrift macht deutlich, dass sie nicht bereit ist, diese Position so schnell abzugeben, weil Arnsberg noch eine Fülle von Ideen hat. In seiner neuen Rolle als Regierungspräsident wird Hans-Josef Vogel sicherlich bald Initiativen entwickeln, wie Stadt, Region und Land in diesem Digitalisierungsprozess Hand in Hand gehen können. Der Zuschlag der NRW-Landesregierung 2017 zur Regionale Südwestfalen 2025 gibt erste Hinweise darauf.
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