Smart City Talk_7_Digitales Singapur

Die neueste Ausgabe des Podcast „Smart City Talk“ ist online. Diesmal geht es um Singapur. Zum Jahresanfang war ich dort und sammelte Erkenntnisse und Eindrücke rund um das Thema „Digitales Singapur“.

Konkret sollen drei Fragen beantwortet werden:

1. Wie schafft es Singapur, trotz erheblichem Bevölkerungswachstum den Verkehr einigermassen flüssig zu halten?
2. Wie bezieht Singapur die Stadtgesellschaft bei der Entwicklung einer Vision ein? Die Ausstellung „The Future of us“ gibt hier Antworten.
3. Welche weitergehenden Pläne zur Digitalisierung der Stadt enthält der Plan „Smart Nation?

Links zum Podcast:

Libsyn.com:

http://smartcitytalk.libsyn.com/smart-city-talk_7_digitales-singapur

oder bei Soundcloud:

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Santander- Wie 20.000 Sensoren die Stadt verändern

Die 180.000 Einwohner umfassende spanische Stadt Santander – gefördert von der EU – war einer der ersten europäischen Städte, die Smart City Technologie in großem Maße eingesetzt hatte. Heute sind in der Stadt 20.000 Sensoren im Einsatz, davon sind 10 % mobil auf Bussen etc. installiert, die anderen 90 % sind statisch und befinden sich beispielsweise auf der Straße, in Abfallbehältern oder auf den Straßenlampen.

In einem lebenswerten Essay von Samantha Tomaszczyk wird beschrieben, wie diese 20.000 Sensoren die Stadt im Laufe der letzten zwei Jahre verändert haben und welche Zukunft Santander erwartet. Fazit: Ein guter Bericht über die Praxistauglichkeit von Basistechnologien für die smarte Stadt.

http://www.mobilenewscwp.co.uk/2014/01/02/the-city-with-20000-smart-servants/

 

Fazit: Smart City Expo World Congress, Barcelona

Der Smart City Expo World Congress in Barcelona ist beendet. Ca. 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen eine Bestandsaufnahme in Barcelona vor. Die wesentlichen Ergebnisse für mich sind:

–       Es gibt bisher keine Stadt, die eine ganzheitliche Strategie verfolgt und alle sechs Handlungsfelder integriert.

–       Zwei Ansätze stehen sich grundsätzlich gegenüber – der technologiegetriebene Ansatz, der in einzelnen integrierten Handlungsfeldern auf das Internet der Dinge, auf Sensoren, Echtzeitdaten und mehr Effizienz setzt. Und der bürgergetriebene Ansatz, der die Bevölkerung als Sensoren sieht und ihnen durch Vernetzungstechnologieeinsatz ermöglicht, an der Gestaltung der Stadt und ihrer Dienstleistungen wesentlich aktiver als bisher mitzuwirken.

–       Obwohl smarte Städte smarte Menschen brauchen, spielt smarte Bildung bisher eine untergeordnete Rolle, sie wird allerdings im Handlungsfeld „Smarte Wertschöpfung“ immer wieder eingefordert.

–       Die Amerikaner und die Asiaten entdecken die Vorzüge der europäischen Stadt der kurzen Wege, in der in 20 Minuten Entfernung Wohnen,  Arbeiten, Erholung und Kultur stattfinden können. Mobilität wird durch Fahrräder, ÖPNV oder sogar durch die eigenen vier Beine hergestellt.

–       Die großen Megaprojekte der smarten Stadt wie Masdar, Songdo oder PlanIt wurden in den Debatten selten erwähnt.